Biden droht der Welt: USA wollen wieder überall den Ton angeben

28.11.2020

Der demokratische US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat für den Fall seiner Amtsübernahme eine Abkehr vom Kurs des amtierenden Präsidenten Trump angekündigt – und die Weichen in Richtung neuer internationaler Konflikte gestellt. Bei der Vorstellung seiner außen- und sicherheitspolitischen Regierungsmannschaft meldete Biden den globalen Führungsanspruch der USA an. Sein Land sei „bereit, die Welt anzuführen und sich nicht von ihr zurückzuziehen“, erklärte Biden.

Nach seinem Amtsantritt würden die Vereinigten Staaten „wieder am Kopfende des Verhandlungstischs sitzen – bereit, auf Konfrontation mit unseren Gegnern zu gehen, anstatt unsere Verbündeten abzuwehren“.

Amtsinhaber Donald Trump hatte es in den zurückliegenden vier Jahren seiner Präsidentschaft eher umgekehrt gehalten: seine Außenpolitik hatte tendenziell eher auf einen Rückzug der USA von den Konfliktschauplätzen der Welt abgezielt. Dabei hatte Trump – wie etwa im Fall des Teil-Truppenabzugs aus Deutschland – unter dem Motto „America first“ auch Konflikte mit den Verbündeten in Kauf genommen.