Trump will Handelsabkommen TPP kippen

Mittwoch, 23 November, 2016 - 12:00

Als ersten Schritt will der künftige US-Präsident Trump vor allem eines machen: das transpazifische Handelsabkommen TPP kippen. Das machte er in einer Videobotschaft klar. Dabei bezeichnete er das Abkommen als potentielles Desaster für die USA. Statt dessen will er jetzt bilaterale Handelsabkommen. Mit welchen Staaten, ließ er noch offen.

Bei den Partnerländern löste die Ankündigung Irritationen aus. Japans Regierungschef Shinzo Abe sagte: “Ohne die USA ist TPP sinnlos. Es würde das grundlegende Gleichgewicht des Nutzens stören, weshalb auch eine Neuverhandlung nicht möglich ist.”

China zeigte sich offen für alle Arten von Freihandelsabkommen. Der Sprecher des Außenministeriums in Peking sagte: “Wir hoffen, dass diese Handelsvereinbarungen den Regeln der Welthandelsorganisation folgen und für ein multilaterales Handelssystem hilfreich sein werden. Auch hoffen wir, dass beide Seiten von diesen Abkommen profitieren.”

Australien wiederum hofft nach wie vor auf eine Zukunft von TPP. Regierungschef Malcolm Turnbull sagte: “Herr Trump und sein neuer Kongress werden ihre eigenen Entscheidungen im Interesse Amerikas fällen. Das ist ihre Sache. Aber von Australiens Standpunkt aus ist es absolut klar, dass der bessere Zugang für australische Exporte zu diesen großen Märkten, ob es dabei um Waren oder Dienstleistungen geht, für uns von höchstem Interesse ist, denn dies bringt mehr und bessere Jobs und ein höheres Wirtschaftswachstum.

Die Vertragspartner von TPP sind die USA, Kanada, Japan, Australien, Neuseeland, Mexiko, Chile, Peru, Vietnam, Malaysia, Brunei und Singapur. China ist nicht dabei. Die TPP-Länder repräsentieren 800 Millionen Menschen und 40 Prozent der Weltwirtschaft.

de.euronews.com (22.11.2016)

http://de.euronews.com/2016/11/22/trump-will-transpazifisches-handelsabkommen-tpp-kippen