Syrische Opposition droht mit Nein zu Friedensplan

Donnerstag, 8 September, 2016 - 16:00

Die syrische Opposition sieht die Bemühungen der USA und Russlands für einen Friedensplan im Bürgerkriegsland skeptisch. Das Hohe Verhandlungskomitee werde jede Vereinbarung ablehnen, die sehr von seinem eigenen Plan abweiche, betonte Oppositionskoordinator Rijad Hidschab [Bild] heute in London. Er bekräftigte die Forderung, dass Präsident Baschar al-Assad als Folge der Verhandlungen zurücktreten müsse.

Spätestens sechs Monate nach Beginn der Verhandlungen über eine Übergangsregierung müsse Assad sein Amt verlassen, sagte Hidschab bei der Vorstellung des von der Opposition ausgearbeiteten Friedensplans in London. Der Übergangsregierung sollen Vertreter von Opposition, Regierung und Zivilgesellschaft angehören. Sie solle 18 Monate lang amtieren, danach sollen Wahlen stattfinden.

Die vom Westen unterstützte Opposition fordert seit Beginn des Bürgerkrieges vor über fünf Jahren den Rücktritt Assads, dem unter anderem der Einsatz von Chemiewaffen gegen das eigene Volk vorgeworfen wird. Assad wird jedoch vom Iran und Russland unterstützt, das im Vorjahr auch mit eigenen Truppen in den Bürgerkrieg eingegriffen hat. Washington und Moskau bemühen sich derzeit um eine gemeinsame Lösung für das Bürgerkriegsland.

ORF (7.9.2016)

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