Salvini: Künftig chemische Kastration für Vergewaltiger?

Montag, 1 April, 2019 - 17:02

Der italienische Lega-Innenminister Salvini will Vergewaltiger chemisch kastrieren lassen. Hintergrund ist ein aktueller Fall – die Vergewaltigung einer 18jährigen Touristin in Catania durch drei Männer. Die Täter filmten ihre Tat mit ihren Mobiltelefonen. Sie hatten die junge Frau zuvor betrunken aus einer Bar abgeschleppt. Dank des Videos konnten die Vergewaltiger identifiziert werden.

Bei einer chirurgischen Kastration werden die Hoden durch eine Operation entfernt oder zerstört. Der Mann ist daraufhin nicht mehr zeugungsfähig, und die Libido ist geschwächt. Rückgängig machen läßt sich dieser Eingriff nicht. Bei der chemischen Kastration hingegen handelt es sich um eine Hormonbehandlung über längere Zeit hinweg, um den Sexualtrieb abzustellen. Dies soll auch die Aggressivität reduzieren. Für den Mann gibt es keine lebensbedrohlichen Nebenwirkungen.

In Deutschland und in Rußland wird bei Sexualstraftätern nur dann eine chemische Kastration durchgeführt, wenn der Betroffene selbst einwilligt. Auch in Rußland wird darüber diskutiert, ob die chemische Kastration als Bestrafung der Täter eingeführt werden sollte.