Nach Anschlägen in Deutschland: Irakischer IS-Terrorist in Wien dingfest gemacht

Donnerstag, 28 März, 2019 - 09:24

Im vergangenen Jahr gab es Anschläge auf die Deutsche Bahn in Bayern und Berlin. Dabei wurden Stahlseile über Gleise gespannt, dabei hätten Züge entgleisen und Menschen sterben können. In der Nähe wurden in arabischer Sprache verfaßte Drohschreiben sowie Schriften mit Bezug  zum Islamischen Staat und in Berlin sogar eine IS-Fahne gefunden. Dabei wurden Anschläge in ganz Europa angedroht, als Begründung wird der Kampf europäischer Staaten gegen den Islamischen Staat genannt. Nun hat die Spezialeinheit „Cobra“ der österreichischen Polizei nach monatelangen Ermittlungen der länderübergreifenden Gruppe „Trasse“ einen Iraker in Wien festgenommen.

Er gilt als dringend tatverdächtig und soll nach Angaben der Sicherheitsbehörden mit dem Islamischen Staat sympathisieren. Sein Ziel soll es gewesen sein, so viele Menschen wie möglich zu töten. Auch Ermittler aus Bayern und Berlin sind derzeit in der österreichischen Landeshauptstadt, um an der Vernehmung des Mannes teilzunehmen. Bei beiden Anschlägen war von den Behörden zunächst nicht ausgeschlossen worden, daß die Tat von „Rechtsextremisten“ verübt wurde, um eine IS-Tat vorzutäuschen. Daß sich das nun als falsch erwies, haben die Sicherheitsbehörden am Mittwoch eingestanden. Der Beschuldigte soll sich im Hinblick auf die Taten geständig gezeigt haben, aber einen terroristischen Hintergrund bestreiten.

Der Mann soll in der Irakischen Armee 15 Jahre lang gedient haben und in sozialen Netzwerken Muslime dazu aufgerufen haben, sich zu bewaffnen. Die Wiener Staatsanwaltschaft erließ Haftbefehle wegen mehrerer Vorwürfe: Verdacht auf terroristische Straftaten, versuchten Mordes, schwere Sachbeschädigung, Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, Verbrechen einer kriminellen Organisation. Weitere Haftbefehle liegen vom Amtsgericht München vor – wegen Mordversuchs, gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und versuchter Störung öffentlicher Betriebe.