Mehrere Festnahmen wegen Terrorverdachts im Iran

Samstag, 15 Oktober, 2016 - 16:00

Im Iran sind Medienberichten zufolge elf Verdächtige wegen mutmaßlicher Anschlagspläne festgenommen worden. Die zerschlagene „Terrorgruppe“ habe Selbstmordanschläge geplant, wurde der Chef der Sicherheitskräfte in der südlichen Provinz Fars, Ahmed-Ali Gudarsi, heute zitiert.

Die Sicherheitskräfte hätten rund 100 Kilogramm Sprengstoff beschlagnahmt. Wie die Nachrichtenagentur Mehr unter Berufung auf den Vizegouverneur der Provinz berichtete, sollen die Verdächtigen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angehören.

Nicht die ersten IS-Verdächtigen

Die radikale sunnitische Gruppierung betrachtet Schiiten als Ungläubige und verübt im Irak und in Syrien immer wieder blutige Anschläge auf schiitische Zivilisten. Im schiitischen Iran hat der IS dagegen bisher keine größeren Anschläge verübt.

Im Juni hatte der iranische Geheimdienst jedoch verkündet, einen großangelegten Anschlagsplan durchkreuzt zu haben. Die Sicherheitskräfte hätten mehrere „Terroristen“ festgenommen, die Selbstmordanschläge in der Hauptstadt Teheran verüben wollten.

ORF (14.10.2016)

http://orf.at/stories/2362288/