Mannheim: Deutschlands multikrimineller Südwesten

Freitag, 29 März, 2019 - 07:36

„In der Gesamtbetrachtung bin ich mit der Kriminalitätsentwicklung im Jahr 2018 sehr zufrieden“, erklärte der Polizeipräsident Thomas Köber, der gemeinsam mit Polizeivizepräsident Siegfried Kollmar die Polizeiliche Kriminalstatistik 2018 für Mannheim am gestrigen Mittwoch der Öffentlichkeit präsentierte. Tatsächlich sind insgesamt die Straftaten um 1,1 Prozent zurückgegangen, 73.991 Delikte gab es im Präsidiumsbereich im vergangenen Jahr. In einzelnen Bereichen sieht es jedoch anders aus. So ist etwa ein exorbitanter Anstieg der Straftaten bei den Betrugsdelikten durch angebliche Polizeibeamte von 758 auf 1.454 (+91,8 %) festzustellen. Auch bei weiteren Delikten gab es erhebliche Zuwächse, etwa bei den Sexualstraftaten von 605 auf 793 Delikte (+31,1%), den Verstößen gegen das Aufenthalts- und Asylverfahrensgesetz von 2.514 auf 3.172 Delikte (+26,2%) und der Computerkriminalität von 782 auf 954 Fälle (22,0%). Gestiegen sind auch die Angriffe bzw. Respektlosigkeiten gegenüber Polizeibeamten, hier stieg die Anzahl um 11,3 Prozent. Insgesamt liegt die Aufklärungsquote bei fast 59,5 Prozent.

Auch zur Täterherkunft enthält die Polizeimitteilung Angaben: „Von den 545 registrierten Tatverdächtigen (im Bereich Sexualstraftaten) handelt es sich bei 188 um ausländische Staatsangehörige; davon waren 70 Asylbewerber. Im Bereich des Tatbestands der ’sexuellen Belästigung‘ ist der Anteil der nichtdeutschen Täter bei rund 50 Prozent. Die Hälfte davon sind Asylbewerber.“  Insgesamt wurden bei den 29.655 Tatverdächtigen (ohne ausländerrechtliche Verstöße) 11.753 Nichtdeutsche ermittelt, wobei es sich bei 3.287 um Asylbewerber handelte. Deutsche mit Migrationshintergrund werden nicht gesondert aufgeführt.