Keine Messe für Opfer des Tito-Terrors: Katholische Kirche verweigert Meß-Genehmigung

Samstag, 16 März, 2019 - 07:05

Der Kirche kann es wieder einmal nicht politisch korrekt gehen. Jetzt hat die katholische Diözese Gurk-Klagenfurt einer kroatischen Gedenkfeier in ihrem Zuständigkeitsbereich offiziell den Segen verweigert – es darf dort keine katholische Messe geben.

Die Rede ist von der traditionellen Gedenkfeier auf dem Bleiburger Feld. Dort wird der Ermordung Tausender kroatischer Ustascha-Soldaten, aber auch Volksdeutscher und Wehrmachtsoldaten nach der Kapitulation 1945 gedacht. Rund 40.000 geflüchtete Soldaten, die an der Seite Deutschlands gekämpft hatten, wurden in Bleiburg mit ihren Familienangehörigen von der britischen Besatzungsmacht an die kommunistischen Einheiten Titos ausgeliefert. Tausende verloren an Ort und Stelle und auf dem Rückmarsch nach Jugoslawien ihr Leben, oft unter bestialischen Umständen.

Die katholische Kirche verweigert einer Abhaltung der Heiligen Messe im Rahmen der Feier ihre Genehmigung, weil im Vorjahr die Auflagen und Vorgaben für die Erlaubnis nicht eingehalten worden seien. Die Feier am Bleiburger Feld sei zum Teil politisch instrumentalisiert worden. Das Gesamterscheinungsbild der Veranstaltung am Loibacher Feld schade dem Ansehen der Katholischen Kirche, erklärte Diözesanadministrator Engelbert Guggenberger. Die kroatische Bischofskonferenz (HBK) warf der katholischen Kirche in Kärnten daraufhin „Respektlosigkeit gegenüber den Opfern“ vor.

Auch die kroatische Präsidentin Kolinda Grabar-Kitarovic bedauert die Entscheidung der Diözese Gurk-Klagenfurt. Sie zeigte sich aber laut einer Mitteilung am Samstag zuversichtlich, daß die kroatische Bischofskonferenz eine Lösung zur Feier der Heiligen Messe finden werde, meldete die Nachrichtenagentur Hina.

„Die Präsidentin der Republik Kroatien kann sich nicht in die Beziehungen zwischen kirchlichen Stellen einmischen. Als Kroatin und katholische Gläubige bedauert sie aber zutiefst die Entscheidung des Diözesanadministrators“, hieß es in einer am Samstag auf der Internetseite der Präsidentin veröffentlichten Mitteilung.