„Gelbwesten" unerwünscht: Polizei verbot Kundgebungen am 8. Mai

Dienstag, 14 Mai, 2019 - 12:06

Die französische Polizei nahm die traditionellen Gedenkfeierlichkeiten zum 8. Mai in Frankreich zum Anlaß, die „Gelbwesten“ mit einem Demonstrationsverbot auf dem Pariser Boulevard Champs-Elysées zu belegen. Das „feierliche“ Gedenken mit Präsident Emmanuel Macron sollte nicht durch Demonstranten gestört werden, erklärte die Polizei. Kundgebungen auf den Champs-Elysées und am Triumphbogen und in den Vierteln um den Präsidentenpalast und den Concorde-Platz waren daher verboten.

Die „Gelbwesten“ gehen seit November gegen Staatschef Macron und für mehr soziale Gerechtigkeit und niedrigere Steuern auf die Straße. Bei den Demonstrationen kommt es regelmäßig zu Zusammenstößen mit der Polizei. Im Dezember hatten Randalierer am Rande einer „Gelbwesten“-Demonstration in Paris sogar den Triumphbogen beschmiert und zahlreiche Geschäfte auf den Champs-Elysées verwüstet.

Normalerweise gehen die französischen „Gelbwesten“ an Samstagen auf die Straße. Die Behörden befürchteten aber, daß es auch am Mittwoch Proteste geben könnte. In Frankreich wird jedes Jahr am 8. Mai der deutschen Kapitulation im Jahr 1945 gedacht. Der Tag ist in Frankreich ein Feiertag.