Teheran und China verstärken militärische Zusammenarbeit

26.04.2019

Der Iran verstärkt die militärische Zusammenarbeit mit China. Besonderes Hauptaugenmerk wollen Teheran und Peking auf die Kooperation der Seestreitkräfte legen. Aus Anlaß eines Besuchs in Peking erklärte der Kommandeur der iranischen Seestreitkräfte, Konteradmiral Hossein Khansadi, jetzt, „andere Länder“ sollten aus der Region im nördlichen Indischen Ozean verdrängt werden, während „regionale Mächte das Sicherheitsvakuum füllen“ sollen.

Die iranischen „Fars News“ zitierten Khansadi mit den Worten: „Angesichts der strategischen geopolitischen Situation [beider Länder; d. Red.] erleben wir heute einen Anstieg des Marineaufkommens im Pazifischen Ozean durch China und im nördlichen Indischen Ozean durch den islamischen Iran, der die arroganten Mächte zwingen wird, unsere Seegebiete zu verlassen. Die regionalen Mächte werden sicherlich das Sicherheitsvakuum füllen, und es wird keine Notwendigkeit für die Anwesenheit von Ausländern geben.“

Intensiviert werden soll die Zusammenarbeit zwischen den iranischen und den chinesischen Seestreitkräften zunächst vor allem in den Bereichen Technik, Ausbildung und Betrieb.

Die chinesische Seite sieht die Entwicklung der Kooperation als positiv an. Der chinesische Verteidigungsminister Wei Fenghe sagte, Peking sei bereit, die strategische Zusammenarbeit mit Teheran auszubauen.

Der Gast aus Teheran erneuerte bei dieser Gelegenheit die Drohung, im Falle eines Konflikts die Straße von Hormus zu schließen. Die Seestraße gilt als international wichtiges Nadelöhr für den Öltransport. Künftig könnte China, was westlichen Militärplanern Kopfzerbrechen bereiten dürfte, dem Iran dabei den Rücken stärken.