Regierung Bolsonaro lehnt US-Intervention in Venezuela von Brasilien aus ab

01.03.2019

Die neue rechtspopulistische Regierung unter Präsident Bolsonaro enttäuscht Washington. Der Vizepräsident des Landes, Ex-General Hamilton Mourão, erklärte jetzt, sein Land werde unter keinen Umständen zulassen, daß die USA Venezuela von brasilianischem Gebiet aus militärisch angreifen.

In einem Interview mit dem Kabelkanal „Globo News“ sagte Mourão, Brasilien werde alles tun, um einen Konflikt mit dem benachbarten Venezuela zu vermeiden. Er sprach in Bogotá, wo er an einer Sitzung der Lima-Gruppe teilnahm.

Auf dem Treffen machten sich die Länder der Lima-Gruppe und US-Vizepräsident Pence freilich erneut dafür stark, den venezolanischen Präsidenten Maduro von der Macht zu vertreiben und Neuwahlen auszurufen. Putschpräsident Guaidó war am Wochenende mit dem Versuch gescheitert, Hilfsgüter über die Grenzen mit Kolumbien und Brasilien nach Venezuela zu bringen. Entgegen den Erwartungen des Interimspräsidenten ließen die von Maduro eingesetzten Sicherheitskräfte die Lastwagen mit Lebensmitteln und Medikamenten nicht durch. Dabei kam es zu Zusammenstößen mit Anhängern Guaidós mit mindestens drei Toten und über 330 Verletzten.

Zur Mäßigung mahnt unterdessen die chinesische Regierung, die erneut den Widerstand Pekings gegen jede Einmischung von außen oder die Nutzung der „sogenannten ´humanitären Hilfe´“ für politische Ziele bekräftigte.