Gelbwesten-Demo in Stuttgart. Sprechchöre forderten: „Grüne weg!“

19.02.2019

Auch in Stuttgart haben sich die Gelbwesten inzwischen etabliert. Am vergangen Wochenende zogen sie um 15 Uhr zum sechsten Mal auf die Straße. Als Vorspiel gab es um 12.30 Uhr eine Kundgebung der AfD und der alternativen Gewerkschaft Zentrum Automobil auf der „Grünen Brücke“.

Bei der Kundgebung verriet Dr. Dirk Spaniel (AfD) alias „Mr. Diesel“, was die „Mobilitäswende“ für Folgen hat: Er identifizierte die Protesteierenden als „Bürgerliche“ (keine Extremistens), die von der akuellen Politikwechsel beroffen sind. Er entlarvte die Lobby-Mythen, die von Politik und Mainstreammedien täglich gestreut werden, verriet deren „Interpretation“ der Messwerte. Das Fahrverbot gehe auf den Willen der Landesregierung Baden Würtembergs zurück. Wobei die CDU, die sich offiziell gegen Fahrverbote wende, im Parlament plötzlich den Grünen folge. Zudem verwies Spaniel auf die unsoziale Seite des Verbots, das vor allem die Ärmeren belaste.

In der Januar 2019-Ausgabe von COMPACT erläutert Dr. Dirk Spaniel, warum das Diesel-Verbot erst der Anfang viel größerer Umwälzungen sein wird. Auf die Frage „Geht es nach den Dieselverboten auch bald den Benzinern an den Kragen“ lautete seine Antwort: „Ja, leider. Nicht nur der Diesel-, auch der Benzinmotor steht längst auf der politischen Abschussliste. Ab dem Jahr 2021 gelten in der EU neue Spritverbrauchstests – Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure, kurz WLTP – für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge. Das soll offiziell dazu dienen, die CO2-Emissionen weiter zu senken.

Die Grenzwerte sind hierbei willkürlich auf EU-Ebene so niedrig gewählt, dass für Benzin-Pkw ein Verbrauch von rund vier Litern pro 100 Kilometern gelten wird. Das entspricht 95 Gramm CO2 pro Kilometer.
Diese Werte mögen unter Laborbedingungen und von Kleinwagen erfüllbar sein, nicht mehr aber von einer Mittelklasselimousine wie einem Passat oder Mondeo unter realen Testbedingungen. Das ist thermodynamisch nicht mehr machbar!“

Dabei ist aber festzustellen: „Die Luft in den deutschen Innenstädten wird seit Jahren sauberer: Laut Umweltbundesamt ist die NOx-Gesamtbelastung zwischen 1990 und 2014 von drei Millionen Tonnen auf ungefähr 1,3 Millionen Tonnen zurückgegangen. Das Fraunhofer Institut ermittelte bereits 2010, dass die Umweltzonen «nicht nur wirkungslos für die Belastung durch Feinstaub, sondern auch durch Stickstoffdioxid» sind und die Umweltzonen sogar eine Senkung der Stickstoffdioxidemissionen verhindern. (Fraunhofer-Institut: Zielkonflikt zwischen Feinstaubminderung und Stickstoffdioxidreduzierung, 2010).“

Quelle: COMPACT-Magazinhttps://www.compact-online.de/sechste-gelbwesten-demo-in-stuttgart-sprechchoere-forderten-gruene-weg/