Fall Almassian: Wie deutsche Medien Mordaufrufe unterstützen

11.03.2019
Nachdem das ARD-Magazin „Kontraste“ den syrischen Flüchtling Kevork Almassian ohne Beweise der „Hetze“ und des „Hasses“ gegen seine Landsleute bezichtigt hat (jouwatch berichtete), nur weil er die syrische Regierung unterstützt und für die AfD arbeitet, legt nun Lars Wienand auf T-Online nach. Seine einzige Quelle ist die bekannte Terrorunterstützerin und „Flüchtlingsanwältin“ Nahla Osman.

„Syrer fordern Überprüfung von AfD-Flüchtling“ titelt Wienand auf T-Online. Dabei handelt es sich im Grunde nur um eine Deutsch-Syrerin, die das fordert: Die Rüsselsheimer Anwältin und syrische Rebellen-Aktivistin Nahla Osman. Nahla unterstützt schon seit Kriegsausbruch den islamistischen Widerstand gegen Bashar al-Assad, wie die FAZ 2012 schrieb:

„Nicht nur in Homs, auch in Frankfurt kämpft die syrische Opposition gegen das dortige Regime. An der Spitze steht die Juristin Nahla Osman… Schon ihr Vater hat sich in den Achtzigern gegen das Assad-Regime aufgelehnt und gegen das Massaker an den Muslimbrüdern in Hama protestiert. Seitdem darf ihr „Baba“, wie Osman den Vater liebevoll nennt, nicht mehr in seine alte Heimat einreisen.“

Nahla Osmans Vater war also ein Anhänger der Muslim-Brüder, der aus Syrien fliehen musste. Ihr Ehemann Isam ist „Palästinenser“ und wisse deshalb „sehr genau, was politische Unterdrückung bedeutet“, so die FAZ. (Was die FAZ genau mit „politischer Unterdrückung“ meint wissen wir nicht, vermutlich die durch palästinensische Terrororganisationen wie Fatah und Hamas; dass die altehrwürdige FAZ den toleranten, weltoffenen Judenstaat der „Unterdrückung“ zichtigt und damit klassische antisemitische Vorurteile bedient, wollen wir an dieser Stelle nicht unterstellen.)

Nahla Osman produzierte außerdem Videos mit Lutz Jäckel, einem Islamexperten aus dem Umfeld Lamya Kaddors. Laut einem Porträt in der Islamischen Zeitung 2015 unterstützt sie die „Freie Syrische Armee“, die mit der Al Nusra Front kooperierte, sich mit dem IS verbündete und mit Erdogans Türkei den Angriff auf die Kurden in Afrin startete.

Als AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel im Deutschen Bundestag von „Kopftuchmädchen“ sprach, rief Nahla Osman auf Facebook „alle Muslimas mit Kopftuch“ dazu auf, wegen „Beleidigung, übler Nachrede, Verleumdung und aller weiterer in Betracht kommender Delikte“ Anzeige zu erstatten. Zur parlamentarischen Immunität sagte die „Flüchtlingsanwältin“ in dem Aufruf nichts.

Frau Osman gibt sich als liberale Menschenrechtsverteidigerin. Kevork Almassian nennt sie gegenüber jouwatch jedoch „eine radikale Islamistin“: Ihre Abneigung gegen ihn sei rassistisch und religiös begründet. „Nahla und ihre Anhänger nehmen mich als christlichen Armenier wahr, nicht als Syrer, und das erklärt ihren blinden Hass gegen mich“, so Almassian.

Auf Facebook liefert Nahla Osman weitere Beweise für ihre Unterstützung des radikalislamischen Terrors: Am 2. Februar erinnerte sie mit einem Post an den Jahrestag des „Massakers von Hama“ im Jahr 1982, einer Militäroperation des syrischen Regimes gegen die Muslimbruderschaft: „Wir werden es nicht vergessen. Wir werden nicht vergeben.“

Eine noch deutlichere Drohung gegen Deutschland teilte Nahla Osman am 21.2.: Ein Abdallateef Alhamad nannte die Regierung des ägyptischen Präsidenten Abd al-Fattah al-Sisi eine „Gruppe von Verbrechern“. Die ägyptische Regierung hätte „keine Moral“ und werde trotzdem „von allen Großmächten dieser Welt unterstützt, unter anderem Deutschland, nur zum Protokoll, denn wir werden es mal brauchen.“

Am 30. Mai 2017 postete Sie ein Propagandafoto des Kämpfers Abdulbasset Sarout mit einem positiven Kommentar, am 18. November 2013 ein Foto eines getöteten Anführers der Tawhid Brigade, am 6. Juli 2013 ein Foto eines Dschihadisten in Syrien, der einen Schal in den Farben der islamistischen Rebellen trägt.

Nahla Osman likte außerdem einen Beitrag eines „Abo Rami Imad“, in dem es in arabischer Sprache heißt, Kevork Almassian sei ein Agent des syrischen Geheimdienstes, ohne Beweise für eine solche Behauptung.  Sie likte im Zusammenhang mit Kevork Almassian einen Beitrag eines „Faris Atif“, in dem dieser äußert, Assad-Anhänger sähen aus „wie Schweine“.

Als Reaktion auf die von ARD „Kontraste“ und von t-online entfachten Kampagne gegen Kevork Almassian kam es in den sozialen Netzwerken zu Vorfällen rassistischer Hatespeech gegen Almassian in seiner Eigenschaft als christlich getaufter Syrer armenischer Volkszugehörigkeit: Hater bedauerten, dass Armenier den Genozid von 1915 überlebten, und bezeichneten sie als „sektiererische Hunde“ und als „Minderheitendreck“, der „ins Meer geworfen werden“ sollte.

AfD-Abgeordneter Markus Frohnmaier berichtete jouwatch, Kevork Almassian erhalte nun aufgrund der Berichte von „Kontraste“ und T-Online Morddrohungen und wage es kaum, seine Wohnung zu verlassen. Jemand habe seine Telefonnummer veröffentlicht und er erhalte jetzt auch per Telefon Drohungen. Woher man die Nummer habe wisse Almassian nicht.

Das ist Deutschland 2019: Gebührenfinanzierte ARD-Sendungen hetzen mithilfe von islamistischen Terror-Aktivistinnen gegen einen qualifizierten, friedlichen Flüchtling, nur weil er bei der AfD arbeitet – der jetzt um sein Leben fürchten muss. Ihre Gebühren machen’s möglich!

QUELLE: JouWatch