Facebook will vor Europawahl Kontrolle und Zensur verschärfen

22.03.2019

Das riecht nach Zensur mißliebiger Meinungen: Facebook will ausgerechnet vor der Europawahl Ende Mai noch einmal seine Anstrengungen gegen „Falschnachrichten“ und ihre Verbreitung verstärken. Unter anderem wird ein neues virtuelles „Lagezentrum“ eingerichtet, in dem Facebook-Mitarbeiter an verschiedenen Standorten zusammengeschaltet werden. Sie sollen auch Kontakt zu Behörden unter anderem in Deutschland halten, sagte die zuständige Facebook-Managerin Tessa Lyons jetzt.

Das neue Lagezentrum zur Wahl des Europaparlaments am 26. Mai wird zu einer Blaupause dafür, wie Facebook künftig insgesamt das Problem sogenannter „Fake News“ eindämmen will. Nun sollen Software-Entwickler, Datenwissenschaftler und vorgebliche „Politik-Experten“ (die sich in der Regel aus linken und linksextremen Kreisen rekrutieren und über kaum fachliche Qualifiktationen verfügen) rund um die Uhr zusammenarbeiten.

Das Lagezentrum solle auch mit Behörden wie zum Beispiel dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Deutschland kommunizieren. Eines der Ziele sei, Gefahren frühzeitig zu erkennen. Das Lagezentrum soll auf mehrere Standorte verteilt agieren, unter anderem im kalifornischen Hauptquartier in Menlo Park sowie der Europa-Zentrale in Dublin. Die neue Struktur werde auch nach der Europawahl beibehalten werden, betonte Lyons.

„In den vergangenen zwei Jahren haben wir große Fortschritte gemacht, sowohl beim Schutz von Wahlen als auch bei der Bekämpfung von Falschnachrichten“, sagte Lyons. Die Zahl der Facebook-Mitarbeiter, die insgesamt in dem Bereich arbeiten, soll zum Jahresende von 20.000 auf 30.000 steigen. Zudem setzt Facebook auch auf automatisierte Software, die verdächtige Accounts und Beiträge erkennen soll.